Reputation Management — was ist das und wie geht das?

Unver­hofft wurde ich von PR Blog­ger Klaus Eck ein­ge­laden, Fra­gen zum Thema Rep­u­ta­tion Man­age­ment, oder: “wie kommt es über­haupt, dass ich meinen Namen auf der ersten Google-Seite finde, wenn ich danach suche”, zu beant­worten. Da kam ich ins Über­legen, denn auss­er der Tat­sache, dass ich mein Blog, den Twitter-Account (und was man sonst noch so betreibt, wen man 247 online ist) mit meinem vollen Namen belege, habe ich noch nichts getan, um an mein­er Online-Reputation zu arbeit­en. Na ja, auch in 2 Per­so­n­en­such­maschi­nen habe ich mich einge­tra­gen, diese aber schon länger nicht mehr besucht — von aktivem Opti­mieren ganz zu schweigen. Schliesslich bin ich ja den ganzen Tag damit beschäftigt, die Offline-Reputation in der eige­nen Fam­i­lie nicht vol­lends zu ver­lieren ;-).

Das Thema Online-Reputation halte ich für extrem span­nend und Klaus hat in diesem Bere­ich schon einiges an Basis­ar­beit geleis­tet. Deshalb inter­essiert mich, wie Ihr damit umge­ht. Arbeit­et Ihr konkret und kon­sis­tent an Eurer Online-Reputation — und wenn ja, wie macht Ihr das?

4 Replies to “Reputation Management — was ist das und wie geht das?”

  1. UsualRedAnt says:

    Ola!
    Hier mal ein paar Gedanken zum Thema. Wenn es etwas stich­punk­tar­tig wirkt, bitte ich dies unter Rück­sicht auf die Uhrzeit zu verzei­hen. Vieles habe ich noch nicht zu Ende gedacht. Vor einer anre­gen­den Diskus­sion würd ich mich nich drück­en 😉

    Beina­he jeder der sich län­gere Zeit im Inter­net herumtreibt hat schon ein­mal seinen Namen gegoogelt, manche stoßen so auf promi­nente Namensvet­ter, andere find­en pein­liche Jugend­sün­den, von deren Inter­net­da­sein sie bish­er keine Ahnung hat­ten. Es gibt sogar einen Film über das Phänomen “Ego-Googlen”.
    Den Sta­tus einer Urba­nen Leg­ende hat die Geschichte vom Per­son­alchef, der Bewer­ber per Such­mas­chine aussiebt.
    Aber was tun, wenn die Suche nach dem eige­nen Namen nicht zum gewün­scht­en Ergeb­nis führt? Rep­u­ta­tion Man­age­ment lautet zumin­d­est eine Antwort.
    Ich ver­ste­he darunter alle Bemühun­gen, bes­timmte Meme rund um meine Per­son in den SERPs promi­nent zu platzieren, aber auch unlieb­same Tre­f­fer auf die hin­teren Ränge zu ver­weisen. Anderen geht es eher um die schiere Flut an Tre­f­fern. Über den “Van­i­ty Ring” haben sich­er viele herzhaft gelacht, den Verkaufzahlen hat das nicht geschadet…
    Dass sich SEO für Ver­sicherun­gen, Reisen oder Nack­fo­tos rech­net, hat sich herumge­sprochen. Warum erken­nen so wenige das Poten­tial des Image-SEO? Die Unternehmen machen es uns doch vor. Sie zahlen schon lange Profis dafür, dem Wun­schbild der Marken und ihrer Mach­er auf die Beine zu helfen. Nur heißt es da PR.
    Beson­deres Handw­erk­szeug braucht es nach meinem Dafürhal­ten eigentlich nicht, weil man für seinen Namen in der Regel eine “ver­läßliche Quelle” ist (mal abge­se­hen von den vie­len Michael Schu­mach­ers da draussen).
    Eine Namens­do­main, wie Du sie ja auch hast, ist natür­lich ein fast unschlag­bar­er Vorteil, ich habe mich aber dafür entsch­ieden mein Net­za­lias Usu­alRedAnt für meine Seite zu wählen.
    Da sehe ich näm­lich ein größeres Risiko — Stell Dir vor, Karl Markus Ran­seier, der stets betrunk­ene Dorfdepp von Klein­kleck­ers­dorf, begin­nt sich als KMR im Netz herum zu treiben. Der bevorzugte Nick (ich nutze nur einen, aber das ist ja nicht die Regel) wird aber in Net­zkreisen schnell zum eigentlichen Namen.
    Lei­der ist es unmöglich auf allen Web­seit­en den Lieblingsnick zu bele­gen und damit vor Miss­brauch durch Dritte zu schützen. Zumin­d­est in den wichtig­sten News- und Book­mark­por­tal­en habe ich genau das aber getan und damit gute Erfahrun­gen gemacht.
    Der Wieder­erken­nungswert ist so ein willk­om­mender Bonus. So finde ich immer wieder Fre­unde von Yigg auf anderen Por­tal­en wieder. “Neue” Net­zw­erke sind da schnell geknüpft.
    Ein zumin­d­est aus mein­er Sicht rel­a­tiv junges Phänomen sind Personen-Suchmaschinen wie Yasni oder 123people. Ich hab mir bei den bei­den aus Neugi­er auch mal ein Pro­fil ein­gerichtet. Konkrete Auswirkun­gen auf die SERPs oder andere “mess­bare” Effek­te habe ich aber noch nicht wahrgenom­men.
    Vielle­icht braucht dieses Geschäfts­feld aber auch nur eine bre­it­ere Daten­ba­sis. Ich kenne zumin­d­est für den deutschsprachi­gen Raum kein Por­tal, das an die Tre­f­fer­bre­ite klas­sis­ch­er Such­maschi­nen heran käme. Das mag sich im Laufe der Zeit aber ändern.
    Mit­ternächtliche Grüße
    Stef­fen

  2. UsualRedAnt says:

    P.S. Dein Yig­glink unter dem Beitrag ist defekt. Da steht noch “hier URL ein­fü­gen”, wo man … nun ja … die URL ein­fü­gen sollte 😉

  3. Michael says:

    Vie­len Dank für Deinen aus­führlichen Kom­men­tar, Stef­fen! Ins­beson­dere Deine Frage “Warum erken­nen so wenige das Poten­tial des Image-SEO?” finde ich gut. Eigentlich ein ide­ales Betä­ti­gungs­feld — ger­ade auch deswe­gen, da es Mil­lio­nen möglich­er Auf­tragge­ber gibt und ver­mut­lich in den meis­ten Fällen ein ‘egozentrisches/egozentriertes’ Inter­esse vor­liegt.
    Eine neue Branche?
    Zu Deinen anderen Punk­ten werde ich mich später noch ein­mal äussern.

  4. Carsten says:

    Nun ich betreibe aktives Image-SEO bei mir und meinen Kun­den und kann da ein Lied von sin­gen, was Leute alles so ins Netz stellen. Sicher­lich wird es immer wichtiger zu wis­sen, was ins Netz soll und was ÜBERHAUPT nicht dort hinein gehört.
    Ich habe auch schon Ver­hal­tensregeln veröf­fentlicht für Privat- und Gewerbe User die, wenn sie sich daran hal­ten wür­den, auch weniger Ärger im Leben hät­ten.
    Viele User merken erst beim Namen googeln was da alles zutage kom­men kann über den Real Namen und den Bezug auf den Nick.
    Bei den Per­so­n­en­such­maschi­nen wird sich auch noch einiges ändern, was die Pro­file bet­rifft und bei ~ 3 mil­lio­nen Usern pro Monat wer­den die auch noch bald bess­er ger­anked wer­den wie nor­male Seit­en.
    Es wird sich auf jeden Fall noch einiges tun im Web.
    Gruß Carsten

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