Finanzsystem: Die Schulden des einen sind das Geldvermögen des anderen

Finanzsystem

Eine her­vor­ra­gende Über­sicht des deutschen Finanzsys­tems bietet die FAZ mit diesem Artikel:

Eine Darstel­lung des Finanzsys­tems ist auf­grund der vie­len Wech­sel­beziehun­gen sowie unein­heitlich­er und unvol­lkommen­er Daten­quellen schwierig. Das Schaubild, das auf einer Vor­lage der Deutschen Bun­des­bank basiert, stellt die Rolle der Finanz­in­ter­mediäre wie Banken und Ver­sicherun­gen in den Mit­telpunkt. Dabei han­delt es sich um eine vere­in­fachte Darstel­lung, in der weniger gewichtige Beziehun­gen aus­ge­blendet sind. Nicht alle Bilanz­po­si­tio­nen addieren sich deshalb genau auf. Zudem sind einige Bilanz­po­si­tio­nen der Banken gar nicht abgebildet.

2 Replies to “Finanzsystem: Die Schulden des einen sind das Geldvermögen des anderen”

  1. martinwaiss says:

    Unsere kün­stlich her­beige­führte und genau­so kün­stlich erhal­tene promi­nen­zori­en­tierte und zukun­ft­slose sturmhafte Casino-Ökonomie — die so gerne als “Mark­therrschaft” verkauft wird — ver­gisst IMHO eine wesentliche Tatsache:
    Fik­tive Werte kön­nen nur fik­tive Gewinne brin­gen. Fik­tive Gewin­nen kön­nen nur fik­tiv­en Wohl­stand erzeu­gen. Fik­tiv­er Wohl­stand kann wieder nur fik­tive Sicher­heit brin­gen. Fik­tive Sicher­heit kann dann eben nur fik­tive Entschei­dun­gen her­leit­en. Und fik­tive Entschei­dun­gen kön­nen nur zur fik­tiv­en Wirtschaft führen. Und diese fik­tive Wirtschaft kann dann auss­chliesslich nur zu bösen Über­raschun­gen führen, egal wie lange es tem­porär zu funk­tion­ieren scheint.
    Sich­er sind ein­er­manns Schulden im Kon­text der Wirtschaft ander­ermanns Gewinne, aber auss­chliesslich unter der Bedin­gung, dass es zu jeder Zeit genü­gend Mark­t­teil­nehmer gibt, die es sich leis­ten kön­nen Schulden zu machen. Über­schre­it­et man die Gren­ze, kön­nen diese ver­meintlichen gewinnbrin­gen­den Schulden nur noch zu weit­eren — dies­mal aber defin­i­tiv gewinnlosen — Schulden (mit dem damit ver­bun­de­nen “Spielkartenhaus-Effekt”) führen…
    Daher mein Appell an alle Wirtschaft­skapitäne: Was wer­den die 6 Mld Hun­gri­gen mal als erstes tun, wenn sie dann verzweifelt vor euren fet­ten Vil­las stehen?

  2. Michael Reuter says:

    Guter Punkt, Mar­tin. Allerd­ings bezieht sich der FAZ-Artikel auch “nur” auf den Kreis­lauf des Finanzsys­tems, ohne Inter­de­pen­den­zen zu betra­cht­en. Ich denke, dass die Ken­nt­nis solch­er Zusam­men­hänge sehr wichtig ist, um “mitre­den” zu kön­nen — was bei vie­len Disku­tan­ten nicht anzunehmen ist.

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